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{"id":68,"date":"2019-11-04T20:12:35","date_gmt":"2019-11-04T19:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/sigita-galerie.de\/?page_id=68"},"modified":"2022-06-19T11:43:55","modified_gmt":"2022-06-19T09:43:55","slug":"person","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sigita-galerie.de\/index.php\/person\/","title":{"rendered":"PERSON"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Sigita\nLaubengaier, 1967 in Litauen geboren, lebt heute als freie K\u00fcnstlerin\nin Stuttgart-Hedelfingen.  \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Obwohl\nMalen von Kindheit an Teil ihres Lebens war, f\u00fchrten weite Umwege\ndahin, wo sie heute steht. Lehrer haben sie von Anfang an unterst\u00fctzt\nund gef\u00f6rdert.  In der Zeit des zusammenbrechenden Sowjetreiches war\nallerdings ein Studium von Chemie und P\u00e4dagogik lebensnotwendiger\nals Kunst.  Viele Jahre konnte Sigita Laubengaier fast nur nachts\nmalen, tags\u00fcber arbeitete sie in kunstfremden Berufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Wie\nschon zu Gymnasialzeiten, als sie sich autodidaktisch mit Acryl- und\n\u00d6lmalerei, mit Gips, Ton, Holz und Stein auseinandergesetzt hat,\nsucht sie auch heute nur technische Hilfen. Formal geht sie eigene\nWege, will frei sein. Sie ist Autodidaktin, was heute offensichtlich\nleider Mut erfordert, weil so oft nach \u201eAusbildung\u201c gefragt wird\nin Deutschland. Aber KUNST l\u00e4sst sich nicht lehren, insofern sind\nAkademien keine St\u00e4tten, an denen K\u00fcnstler wachsen k\u00f6nnen!\nKandinsky meinte vor bald 100 Jahren: \u201eDie Kunst ist tats\u00e4chlich\nnicht zu erlernen \u2013 ganz genau wie die sch\u00f6pferische Arbeit und\nErfindungskraft in der Wissenschaft oder in der Technik nicht gelehrt\noder gelernt werden kann.\u201c Dessen sollten wir uns bewu\u00dft sein und\neben gerade NICHT nach Ausbildungen fragen \u2013 es sei denn in\ntechnisch-handwerklicher Sicht. Doch dabei geht es ja nur um\n\u201eK\u00f6nnen\u201c, jedoch nie um \u201eKunst\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">\u201eDas\nK\u00f6nnen ist notwendig, aber die gro\u00dfen K\u00f6nner sind oft keine gro\u00dfen\nK\u00fcnstler\u201c, betonte Philipp  Frank (dt. Maler und Grafiker) zu\nBeginn des 20. Jhds und erg\u00e4nzte: \u201e Zum K\u00fcnstler geh\u00f6rt mehr als\nK\u00f6nnen, es geh\u00f6rt zum K\u00fcnstler auch der Mensch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Auf\nden Punkt gebracht glaube ich: vorrangig der Mensch, ER ist das\nMedium, der Kern aus dem \u00fcberhaupt erst etwas entstehen kann, das\nweiter reicht als unser jetziges Dasein. Fehlt es daran, kann keine\nKunst entstehen. Dann entsteht nur, was Victor Frankl einmal den\nblo\u00dfen Versch\u00f6nerungsverein der sog. K\u00fcnstler nannte. Zweifellos\neine sch\u00f6ne Facette im menschlichen Dasein, aber eben Dekoration,\nKEINE Kunst. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">2005,\nals ich Sigita Laubengaier  kennenlernte, waren in ihren Bildern\nFiguren pr\u00e4sent. Dann folgten Jahre des sich ins Unfig\u00fcrliche\nBewegens, hin zu einer Art \u201eWesenr\u00e4ume\u201c &#8211; geistige R\u00e4ume, die\nAuseinandersetzung forderten. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">In\nden neuesten Arbeiten tauchen wieder Figuren auf \u2013 menschliche wie\ntierische. Beide stehen f\u00fcr das grundlegende Prinzip allen Lebens,\nweisen darauf hin, dass wir im Wesentlichen  verwandt sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">\nIhre\ninnere Auseinandersetzung mit unserer Zeit ebenso wie mit Mythen oder\nFabeln pr\u00e4gt alle Arbeiten, ein Weitergehen im Bild jenseits von\nSprache. In diesem Malprozess, der nie schnell geht,  begibt sie sich\nquasi in den Urgrund des Seins! Sie legt uns Ihren Weg offen und\n\u00f6ffnet uns damit einen  Pfad,  weg vom so verbreiteten \u201ebespa\u00dften\u201c\nAlltag hin zu geistigen Tiefen, was heutzutage weitgehend\nverlorengegangen ist, aber doch viel mehr Freude und tiefe\nBefriedigung gibt als pure Unterhaltung!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Dabei\nbewegt sie sich nicht in alten Geschichten, diese sind eher eine Art\nN\u00e4hrboden IN ihr, auf dem IHRE Sichtweisen des Zeitlosen allen\nDaseins wachsen. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Ihre\nArbeiten entstehen nicht schnell, einige sind sogar \u00fcber Jahre\ngewachsen, bis sie das Gef\u00fchl von \u201efertig\u201c in sich sp\u00fcrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Obwohl\nviele Bilder gar nicht so \u201efarbig\u201c wirken, spielt Farbe eine\ngro\u00dfe Rolle bei Sigita Laubengaier. Immer auf der Suche nach der\npassenden Farbe, dauert es oft lang, bis die \u201eRichtige\u201c da ist.\nEntsprechend besteht fast jedes Bild aus bis zu 5 Schichten, die\n\u00fcbereinander liegend erst die Fassung ergeben, die Sie heute sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Hier\nexperimentiert sie \u2013 wenn es ihr n\u00f6tig erscheint \u2013 mit diversen\nMaterialien. Mit allen m\u00f6glichen Gegenst\u00e4nden tr\u00e4gt sie Farbe auf,\nnicht nur mit einem Pinsel, l\u00e4sst antrocknen, w\u00e4scht ab, kratzt,\nwischt, bis sich Strukturen bilden. Selbst immer wieder \u00fcberrascht\nvon dabei entstehenden Formen arbeitet sie dann wie in einer Art\nDialog mit diesen weiter. Die Farbfl\u00e4chen werden so zum Hintergrund,\ndanach erst entsteht der Vordergrund auf dem sich ihre Figuren\nentwickeln. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Ein\nbegeisterter Kunstinteressierter fragte Sigita Laubengaier vor\nkurzem, warum ihre Figuren schwarz-wei\u00df seien, ohne Fleisch und\nKnochen sozusagen. Ich glaube es geht ihr einfach mehr um \u201edas\nPrinzip Mensch\u201c als um einzelne Personen,  um die wichtige Rolle\ndie der Geist spielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Heute\nsteht der K\u00f6rper im Mittelpunkt, viel zu sehr aus meiner Sicht. Wie\noft habe ich geh\u00f6rt: \u201eMein Geist will schon, aber der K\u00f6rper\nmacht nicht mit\u201c \u2013 was doch gar nicht stimmt! Der K\u00f6rper macht\nimmer mit, wenn der Geist tats\u00e4chlich will! Nat\u00fcrlich grunds\u00e4tzlich\nunter der Voraussetzung der Verg\u00e4nglichkeit des Physischen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Heinz\nOhff hat Mitte des letzten Jahrhunderts ein B\u00fcchlein mit dem Titel\n\u201eKunst ist Utopie\u201c geschrieben. Auf ihre Weise l\u00e4sst Sigita\nLaubengaier uns das sp\u00fcren, denn Utopien beginnen immer im Geist,\nder sich \u00fcber die physischen Begrenzungen des Hier und Jetzt weit\nerheben kann. Es liegt an uns diesem fernen Lichtschein nachzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Franz\nMarc hat einmal gesagt Kunst sei immer nur Erkenntnis und Bejahung\ndes Glaubens \u2013 Brauchbarkeit, Genuss, Gl\u00fcck liegen aus seiner\nSicht nur auf der \u00e4u\u00dfersten Peripherie des Kunstempfindens, wo die\nKunst verd\u00fcnnt und verschlechtert ein h\u00f6chst \u00e4rmliches Dasein\nf\u00fchre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Sigita\nLaubengaier arbeitet fast nur aus inneren Bildern heraus, aus einem\nbreiten Konglomerat an Eindr\u00fccken aller Lebensbereiche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Sigita\nLaubengaier sind\nTitel eher unwichtig. Jeder sollte sich zuerst allein mit den eigenen\nAugen auf ihre Bilder einlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Seit\nSchulzeiten hat sie immer nur Hilfe bez\u00fcglich diverser Techniken\ngesucht, hat viel experimentiert. Zwei- wie dreidimensional. Formal\nwollte sie von Anfang an eigene Wege gehen, sich nicht beeinflussen\nlassen. Inzwischen ist ein breiter Fundus an maltechnischem Handwerk\nherangewachsen, sie hat \u201eihre\u201c Technik gefunden. Auf diesem\nFundament kann sie sich ganz frei auf den Malprozess einlassen, der\nihr erm\u00f6glicht, die aus dem Inneren kommenden Bilder \u201elaufen zu\nlassen\u201c, wie sie es nennt. Der Kopf als eine Art Barriere zum\nUnbewussten wird ausgeschaltet. Ihre innere Intuition flie\u00dft quasi\ndirekt in die H\u00e4nde. Als Rechtsh\u00e4nderin beginnt sie oft mit der\nlinken Hand, weil diese weniger \u201ekopfgebunden\u201c ist, Unbewusstes\nweniger blockiert. Mit der Rechten wird erst danach auf Genauigkeit\nder Ausf\u00fchrung geachtet, eher nur technisch weitergefeilt. Bis\ndieser Prozess zu Ende ist, kann es sehr lange dauern und viele\nSchichten wachsen dabei \u00fcbereinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Sigita\nLaubengaier empfindet ihre Arbeit als einer Art \u201eprophetisches\nMalen\u201c \u2013 ein Tasten in die Zukunft.  Das entspricht dem, was der\n\u00f6sterreichische Schriftsteller Karl Kraus meint, f\u00fcr den Kunst das\nist, was Welt wird, nicht was Welt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Dr.\nMichaela Duhme  \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sigita Laubengaier, 1967 in Litauen geboren, lebt heute als freie K\u00fcnstlerin in Stuttgart-Hedelfingen. Obwohl Malen von Kindheit an Teil ihres Lebens war, f\u00fchrten weite Umwege dahin, wo sie heute steht. Lehrer haben sie von Anfang an unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert. 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